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Solidaritätsdemonstration für Afghanistan in Frankfurt.
Bild: DPA | Daniel Kubirski

Afghanistan Sara Fremberg: "Werden alles dafür tun, dass Evakuierung gelingt!"

Julia Bamberg sprach mit Sara Fremberg von der Organisation Medica Mondiale, die sich weltweit für Frauenrechte einsetzt und im Afghanistan-Konflikt vor allem auch die Situation der Frauen und Mädchen im Land ins Bewusstsein rückt.

Frau Fremberg, die internationalen Truppen sind weg aus Afghanistan, was können Sie uns über die aktuelle Lage dort berichten?
Die afghanischen Kolleg*innen unserer Partner-Organisationen und ihre Familien sind seit nunmehr drei Wochen auf der Flucht, viele hatten es auch bis Kabul geschafft. Aber am vergangenen Donnerstag ist ihre Evakuierung in letzter Sekunde gescheitert. Jetzt sind sie wie viele andere gefährdete Menschen in Afghanistan in großer Gefahr.
Sie wurden von den deutschen Behörden im Stich gelassen.
Wie geht es ihnen dort, also haben Sie Kontakt?
Die Kolleg*innen sind seit fast drei Wochen auf der Flucht. Das Land ist inzwischen in der Hand der Taliban. Wir sind auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen in engem Austausch.
Unsere Kolleg*innen sind erfahrene Frauenrechtsaktivistinnen, die in den vergangenen Jahren gegen viele Widerstände mutige und wichtige Frauenrechtsarbeit in Afghanistan geleistet haben, das muss ich natürlich dazu sagen.
Und: Wir geben die Hoffnung nicht auf und werden gemeinsam auch weiter alles dafür tun, damit eine Evakuierung doch noch möglich ist.
Was kann man jetzt noch tun, um sie rauszuholen?
Wir werden auf jeden Fall dran bleiben und weiter alles dafür tun, damit eine Evakuierung der Kolleg*innen und ihrer Familien weiterhin gelingt. Und das ist jetzt besonders wichtig, dass wir solidarisch an der Seite der Frauen in Afghanistan bleiben. Zum Beispiel über Spenden an Organisationen, die Menschen in Afghanistan unterstützen. Auch wir von Medica Mondiale sind weiterhin auf Spenden angewiesen, um die Frauen vor Ort unterstützen zu können.
Aber Solidarität bedeutet eben auch, dass man sich aktiv daran beteiligt, dass die Situation in Afghanistan in unserem Bewusstsein bleibt und nicht in den Hintergrund gerät.
Man kann Nachrichten in den sozialen Medien teilen, afghanische Stimmen verstärken. Oder man kann auf eine Demonstration gehen. Wir können eben schon aus Deutschland ein Zeichen der Verbundenheit setzen, das auch in Afghanistan wahrgenommen wird.
Und schließlich müssen wir die Politik in die Pflicht nehmen. Wir befinden uns im Wahlkampf und jetzt gibt es auch viele Möglichkeiten mit Politiker*innen auf Wahlkampfveranstaltungen zu sprechen und auch entsprechende Fragen zu stellen: Was werden Sie tun für die Menschen in Afghanistan, für die gefährdeten Menschen in Afghanistan, die noch evakuiert werden müssen? Wie soll das konkret aussehen?
Vielen Dank für die Zeit. Alles Gute und weiterhin viel Kraft und viel Erfolg für Ihre wichtige Arbeit.

Dieses Thema im Programm: Läuft, 1. September 2021, 14:15 Uhr